Nachrichten - 11. August 2025 - UPDATE: 13. Oktober 2025
Atomkriegsmanöver stoppen: Demonstration am 11. Oktober 2025 in Nörvenich
Im Oktober 2025 beteiligt sich die Bundeswehr wieder am NATO-Manöver "Steadfast Noon". Dabei wird explizit der Einsatz von Atomwaffen geübt! Im Mittelpunkt steht der Fliegerhorst Nörvenich bei Köln. Ohne Rüstung Leben hat zur Demonstration und Kundgebung "NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!" aufgerufen. Hier finden Sie die Fotos aus Nörvenich.
UPDATE (13. Oktober 2025): Rund 200 Menschen bei lautstarker Kundgebung
Am 11. Oktober 2025 - kurz vor dem Start des Atomkriegsmanövers "Steadfast Noon" - sind rund 200 Menschen zur Kundgebung nach Nörvenich gekommen und haben ein lautstarkes Zeichen gegen Atomwaffen und die nukleare Teilhabe gesetzt. Auf dem Podium - moderiert von Simon Bödecker (Ohne Rüstung Leben) - berichtete Hildegard Slabik-Münter (Friedensgruppe Daun) über die aktuellen Entwicklungen am Fliegerhorst Büchel, der mit Milliardenkosten für die F-35-Atombomber ausgebaut wird.
Regina Hagen, Sprecherin des Aktionsbündnis "atomwaffenfrei jetzt!", ordnete das Atomkriegsmanöver "Steadfast Noon" völkerrechtlich ein. Pfarrerin Vera Schellberg aus Düren erläuterte die friedensethischen Positionen zu Atomwaffen in der evangelischen Kirche und Dr. Uwe Trieschmann (IPPNW) betonte die katastrophalen medizinischen und humanitären Folgen der Waffen.
Chris Danowski schließlich berichtete von den geplanten Protesten in Volkel in den Niederlanden, wo der Schwerpunkt des diesjährigen Manövers liegen wird. Gemeinsam forderten alle Teilnehmenden eine Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver "Steadfast Noon", den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.
Zu den Fotos von Demonstration und Kundgebung 2025 in Nörvenich
Demonstration: NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!
am 11. Oktober 2025 in Nörvenich (ca. 30 km von Köln)
Auftakt um 12:00 Uhr vor dem Fliegerhorst Nörvenich [Google Maps]
Kundgebung gegen 13:00 Uhr im Schlosspark
Ein kostenloser Shuttle-Bus wird wieder vom Busbahnhof Düren (Nordausgang Hauptbahnhof Düren) zum Veranstaltungsort fahren. Abfahrt ab Düren: 11:15 Uhr, Rückfahrt ab Schlossplatz Nörvenich: ca. 15:45 Uhr.
Auszüge aus dem Aufruf zur Demonstration:
Weltweit gibt es über 12.000 Atomwaffen, davon sind über 3.900 sofort einsatzbereit. In dieser brisanten Lage will die Bundeswehr Mitte Oktober 2025 im Rahmen des NATO-Manövers "Steadfast Noon" erneut mit Attrappen üben, wie man Atombomben aus unterirdischen Bunkern an Tornado-Kampfjets anbringt und diese Bomben im Einsatzziel abwirft. Dieses Manöver findet jedes Jahr europaweit mit Beteiligung der USA und aller NATO-Staaten der "nuklearen Teilhabe" statt.
Der Stützpunkt Nörvenich bei Düren ist aktuell Ausweichstandort für die sonst auf dem Stützpunkt Büchel (Eifel) stationierten Tornado-Kampfjets. Jeden Tag erinnert der Fluglärm in den umliegenden Ortschaften wie Kerpen, Düren und Nörvenich an die brisante atomare Bedrohung. Derweil wird Büchel für über zwei Milliarden Euro bis 2026 für die neuen F‑35-Atombomber und die neuen B61-12 Atombomben umgebaut. Hier liegen die ca. 15-20 US-Atombomben, die im Ernstfall von Bundeswehrpilotinnen und ‑piloten eingesetzt werden sollen.
Die Alternative zu weiterer atomarer Aufrüstung ist der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) der UNO, der im Januar 2021 in Kraft getreten ist und Herstellung, Besitz und Einsatz von Atomwaffen verbietet. Der AVV greift damit das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes von 1996 auf, das den Einsatz von Atomwaffen und die Drohung mit Atomwaffen als generell völkerrechtswidrig verurteilt hat.
Wir fordern vom Deutschen Bundestag und der Bundesregierung:
- Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver "Steadfast Noon"
- Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
- Beendigung der "Nuklearen Teilhabe" und Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
- Stopp der geplanten Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
Die Demonstration wird veranstaltet von:
Friedensgruppe Düren, Aktionsbündnis "atomwaffenfrei jetzt", DFG-VK NRW, Netzwerk Friedenskooperative, DFG-VK Köln, IPPNW Köln, VVN-BdA Aachen und das Antikriegsbündnis Aachen. Zahlreiche weitere Organisationen unterstützen den Aufruf und die Veranstaltung - darunter auch Ohne Rüstung Leben.
Einsatz für Frieden und Menschenrechte gehören zusammen. Rassismus und Nationalismus sind mit unseren Zielen unvereinbar und stehen einer Zusammenarbeit entgegen. Nationalflaggen sind auf der Demonstration nicht erwünscht.
Die Vereinten Nationen haben einen Atomwaffenverbotsvertrag ausgehandelt und durch die insgesamt 122 teilnehmenden Staaten verabschiedet. Am 22. Januar 2021 trat der Vertrag in Kraft.
Auf unserer Themenseite finden Sie alle Nachrichten zum Atomwaffenverbotsvertrag.
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