Ohne Rüstung Leben e.V.
Frieden politisch entwickeln

Pressemitteilung - 5. Januar 2024 - UPDATE: 23. Februar 2024

"Stoppt das Töten in der Ukraine!" - Proteste zum Jahrestag des Ukraine-Krieges

Bündnis "Stoppt das Töten in der Ukraine"

Ohne Rüstung Leben ruft gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen aus dem Bündnis "Stoppt das Töten in der Ukraine" für den zweiten Jahrestag des Krieges am 24. Februar 2024 zu Kundgebungen auf. In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und Stuttgart sind Aktionen für den Frieden geplant.


Wie schon im letzten Jahr ruft das Bündnis "Stoppt das Töten in der Ukraine - Für Waffenstillstand und Verhandlungen!" 2024 erneut bundesweit zu Aktionen für ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auf: "Der Krieg hat seit dem 24. Februar 2022 zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt - jeder Tag, den der Krieg dauert, führt zu noch mehr Leid", heißt es im Aufruf zu den Aktionstagen.

Die aufrufenden Gruppen - darunter etwa die Kriegsdienstverweigerer-Organisation DFG-VK, die Ärztevereinigung IPPNW, die Friedensorganisation Ohne Rüstung Leben und die christliche Friedensgruppe Pax Christi - verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die gesamte Ukraine und fordern einen Waffenstillstand und Verhandlungen, um den Krieg zu beenden.


"Jetzt auf eine Verhandlungslösung drängen"

Bisher hätten weder militärische Offensiven noch Waffenlieferungen oder Sanktionen ein Zeitfenster für Waffenstillstandsgespräche eröffnen können. Die internationale Gemeinschaft sei daher gefordert, auf die kriegführenden Parteien Einfluss zu nehmen und auf eine Verhandlungslösung zu drängen.

Weitere Forderungen des Bündnisses sind der Abzug der russischen Truppen, Schutz und Asyl für alle Menschen, die dem Krieg entfliehen wollen sowie ein "Stopp der Lieferungen von Waffen, die den Krieg verlängern oder weiter eskalieren". Dabei verweisen die aufrufenden Gruppen auch auf die negative Rolle der NATO-Staaten im Vorfeld der Eskalation: "Diese Vorgeschichte kann jedoch nicht den Angriff Russlands rechtfertigen."

Konkret geplant sind folgende Termine:

  • Berlin, 23. Februar 2024 (Freitag), 18:00 Uhr:
    Demonstration mit Kerzen im Gedenken an die Opfer des Krieges. Vom Bundestag aus führt die Route als Mahngang durch das Brandenburger Tor bis zur russischen Botschaft. Sprechen werden: Margot Käßmann (ehemalige EKD-Ratsvorsitzende), Lars Pohlmeier (IPPNW) und Artyom Klyga (Bewegung für Kriegsdienstverweigerung, Russland)
  • Stuttgart, 24. Februar 2024 (Samstag), 12:00 Uhr:
    Kundgebung auf dem Schlossplatz. Sprechen werden: Jürgen Grässlin (DFG-VK), Johanna Tiarks (Stadträtin), Dr. Jörg Schmid (Arzt, IPPNW), Marah Frech (Connection e.V.)
  • Frankfurt (Main), 24. Februar 2024 (Samstag), 14:00 Uhr:
    Demonstration von der Hauptwache zum Opferdenkmal in der Gallusanlage. Sprechen werden: Margot Käßmann (ehem. EKD-Ratsvorsitzende), Thomas Carl Schwoerer (DFG-VK), Imke Meyer (NaturFreunde Deutschlands), Nicole Lauterwald (gewaltfrei grün e.V.) und Matthias Jochheim (IPPNW)
  • Köln, 24. Februar 2024 (Samstag), 14:00 Uhr:
    Zentrale Demonstration für NRW, Treffpunkt ist der Alter Markt. Sprechen werden unter anderem: Özlem Demirel (MdEP) und Michael von der Schulenburg (Diplomat)
  • Hamburg, 24. Februar 2024 (Samstag), 14:00 - 16:00 Uhr:
    vor dem Bahnhof Altona, Ottenser Hauptstraße 1. Sprechen werden unter anderem: Cornelia Kerth (VVN-BdA), David Stoop (Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft)

Die Organisator*innen freuen sich, wenn Interessierte aus den umliegenden Regionen gemeinsame Anreisen zu den Aktionen organisieren, geplant ist dies beispielsweise aus Kassel.

 

Das "Stoppt das Töten"-Bündnis positioniert sich für eine offene Gesellschaft:

Für "Menschen und Gruppen aus dem nationalistischen, antidemokratischen oder rechtsextremen Spektrum und solche, die mit ihnen zusammenarbeiten," ist bei unseren Aktionen kein Platz. Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Sexismus erteilen wir eine Absage: "Wir streiten für eine Welt, in der alle Menschen frei, friedlich und in Sicherheit leben können!", heißt es in unserem Aufruf.

 

Folgende Organisationen haben den Aufruf unterzeichnet:

Stand: 30. Januar 2024, weitere Organisationen sind willkommen

 

Diese Organisationen unterstützen den Aufruf "Stoppt das Töten in der Ukraine!"

 


Diese lokalen Gruppen unterstützen die Aktionen:

AG Frieden Trier, ANPI Frankfurt am Main, Arbeitsgemeinschaft Frieden und Internationale Politik DIE LINKE Hessen, Friedensinitiative Kamenz, gewaltfrei grün e.V., Heidelberger Friedensratschlag, Pressehütte Mutlangen.

 

Weitere Infos zu den geplanten Aktionen gibt es hier!

Mehr Informationen unter www.stoppt-das-toeten.de

 


Vorab-Statements ausgewählter Rednerinnen und Redner


Margot Käßmann:

"Nein, ich möchte nicht kriegstüchtig werden. Es ist fatal, dass mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine immer nur Waffenlieferungen, Waffensysteme, Militärstrategien diskutiert werden. Das wird als Hilfsleistung von vielen Milliarden Euro bezeichnet. Aber die Folge sind noch mehr Tote. Stattdessen brauchen wir Friedensstrategien, diplomatische Initiativen, Hoffnungszeichen, Milliardeninvestitionen in Frieden. Nur wenn wir friedenstüchtig werden, hat diese Welt Hoffnung auf Zukunft."


Dr. Lars Pohlmeier:

"Das Töten in der Ukraine muss gestoppt werden. Wir müssen jetzt den humanitären Anker werfen. Die perspektivlose militärische und zunehmend auch atomare Eskalationsspirale aller Beteiligten muss ersetzt werden durch neue diplomatische Initiativen. Einmal innehalten, über umfassende Sicherheitsstrukturen und einen Waffenstillstand nachdenken und verhandeln - das ist das Gebot der Stunde!"


Jürgen Grässlin:

"Kriege verursachen unendliches Leid. Militärisch sind sie nicht zu gewinnen - auch nicht der Krieg in der Ukraine. Militär ist nicht die Lösung, Militär ist das Problem. Der Wendepunkt liegt in der Abkehr von der Kriegslogik hin zu einer Friedenslogik, die laufende Kriege auf dem Verhandlungsweg stoppt und neue kriegerische Auseinandersetzungen vermeidet."

 
Auch Pax Christi unterstützt die Initiative „Stoppt das Töten in der Ukraine“. Dazu sagt der Bischof von Mainz und Präsident von Pax Christi, Peter Kohlgraf:

"Seit zwei Jahren bedrückt uns der Krieg in der Ukraine und das Leiden der Menschen dort. Als katholische Friedensbewegung beten wir weiterhin für den Frieden. Und wir setzen uns ein für aktive Gewaltfreiheit, die gelebt wird von Menschen an der Basis, weil sie des Krieges überdrüssig sind."

 

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Der Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein brutaler, nicht zu rechtfertigender Bruch des Völkerrechts. Wir fordern von Russland: Stoppt das Töten in der Ukraine!

Als Reaktion bricht die Bundesregierung mit Grundwerten der deutschen Außenpolitik und startet eine beispiellose Aufrüstung. Doch mehr Militarisierung kann nicht die Lösung sein.

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Material zum Thema


Flyer mit dem Aufruftext
[PDF-Download, 5,8 MB]

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